Haus Tao

 

 

 


Beziehung Tao

 

 
 
 

 

 

 

 

Beziehung zu Plum Village

 

Da oft Unklarheit herrscht bezüglich der Praxis vom Haus Tao und der aus Plum Village, folgt hier eine kurze Erklärung:

 

 

Marcel mit Thây auf der Karlsbrücke

Historie
Marcel Geisser gründete nach langen 18 Jahren eigener Meditationspraxis das Meditationszentrum Haus Tao. Marcel versuche seit Jahren, die beiden Formen - Zen und Vipassana - zusammenzubringen.

1990 begegnete er Thich Nhât Hanh und spontan entstand eine tiefe, gegenseitige Beziehung. Thây (Thich Nhât Hanh) war im Werdegang von Marcel Geisser ein später, aber einer der wichtigsten Lehrer und sein herzlicher, offener Geist prägt die Ausrichtung der Lehre im Haus Tao auch heute noch massgeblich. Auch war in der Person  bzw. des vietnamesischen Buddhismus schon vor 2000 Jahren geschehen, wonach Marcel stets gesucht hatte: die Einheit von Zen und Vipassana. 1991 ersuchte Thây, dass Marcel und seine damalige Frau in den Orden Intersein eintreten sollten. Während eines Aufenthaltes von Thây im Haus Tao forderte er Marcel auf, eine dem Umfeld angepasste Auslegung des Buddhismus zu entwickeln. In Übereinstimmung mit der buddhistischen Tradition steht uns heute eine für westliche Menschen geeignete buddhistische Praxis zur Verfügung. Thây erteilte Marcel Geisser im Jahr 1994 die Dharmacharya-Weihe, die Weihe zum Zen-Lehrer. Ein Jahr später wünschte Thich Nhât Hanh, dass Marcel, zusammen mit den andern deutschsprachigen Dharmacharyas ein Institut für höhere buddhistische Studien gründe. Auch nach vielen Bemühungen kam keine Zusammenarbeit zustande und Thây beauftragte Marcel, mit dem Studienangebot selbst zu beginnen. Dadurch entstand im Haus Tao das „Buddhismus-Seminar“ für die Dauer von insgesamt 9 Jahren. Später wurde es ersetzt durch das „Vertiefende Training“. Im Jahr 1999 gründete Marcel Geisser die Sati-Zen-Sangha.

Praxis
Im Haus Tao steht die stille Meditation im Mittelpunkt, wie sie im ursprünglichen Zen (Ch'an) und Vipassana gelehrt wird.
In unserer Praxis ist auch heute der Geist und das Herz von Meister Thich Nhât Hanh deutlich spürbar und dennoch ist sie nicht identisch mit jener von Plum Village. Da die Sati-Zen-Sangha offiziell in der Traditionslinie von Thich Nhât Hanh steht, also der vietnamesischen Rinzai-Zen-Tradition, ist Thich Nhât Hanh der spirituelle "Grossvater" unserer Meditationsschule.
Die Praxis des Weges umfasst im Haus Tao heute ein breites Spektrum, von Einführungen in die Meditation, völlig offener Teilnahme in den regionalen Meditationsgruppen, einzelnen Retreats bis hin zum „Vertiefenden Training“ und zur Bodhisattvaweihe.

Dharmacharya-Weihe und Dharma-Übertragung (lamp transmission)
Der Titel Dharmacharya bedeutet wörtlich „edler Lehrer des Dharma“ und hat in der Lam-Tê-Dhyana-Schule von Thich Nhât Hanh insofern eine eingeschränkte Bedeutung, als dieser Titel allein keine Angaben darüber macht, worin seine Befugnis liegt. Grundsätzlich gibt es zwei Praxiswege: den der vollen Ordination der zölibatär lebenden Mönche und Nonnen und den der Bodhisattva-Ordination. Mönche und Nonnen können beide Ordinationen erhalten und weitergeben. Eine oder ein Dharmacharya in der Bodhisattvatradition kann keine monastische Ordination weitergeben, jedoch die dreifache Zuflucht und die fünf ethischen Grundlagen. Er oder sie wird zehn Jahre nach der ersten Weihe ein/eine Upadhyaya, was bedeutet, dass damit die Voraussetzung gegeben ist, auch andere in der Bodhisattvatradition zu weihen und Lehrende zu bevollmächtigen. Thich Nhât Hanh hat die traditionellen zehn Hauptgelübde und 48 kleineren Gelübde des/der Bodhisattva in seinen 14 Übungen des Ordens Thiêp-Hiên (Intersein) zusammengefasst. Marcel Geisser hat sie in die 9 Pfeiler der Sati-Zen-Sangha gegossen, greift jedoch bei der Vertiefung des Bodhisattvaweges auf die traditionellen Gelübde zurück.

Weitere Informationen zum Umgang mit Titeln, Weihen usw. hier

1994 in Prag und am Koenigsee

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