Haus Tao

Sati-Zen-Sangha
   

 

Beitritt

  Sati-Zen-Weihe
  Individueller Übungsweg
  Acht Tore

 

Tradition

 

 

 

Sati-Zen
  9 Pfeiler

Sati-Zen-Praxis
 
 

Sati-Zen-
Fotoalbum

(intern)

   
   
   
   
   

 

Sati-Zen-Sangha

und die Übungswege

 

 

Beitritt zur Sati-Zen-Sangha

 

Der Wunsch nach Transformation führt zur Bereitschaft zu kontinuierlicher Praxis und zu aktivem Engagement für die Gemeinschaft. 

Die Sati-Zen-Sangha ist eine Gemeinschaft von Praktizierenden, die den spezifischen Übungsweg des Haus Tao als hilfreich erachten und die Sati-Zen-Praxis nach ihren Möglichkeiten unterstützen und weitergeben möchten.

Die Praxis der Sati-Zen-Sangha ist als Bodhisattva-Weg ein Ausdruck von Weisheit und Mitgefühl. Mit der Sati-Zen-Weihe treten wir ein in den Pfad des Bodhisattva. Motivation und Ziel dieses Pfades ist die Entwicklung von Weisheit und gelebtem Mitgefühl mitten in unserem Leben. 

 

Sati-Zen-Weihe

Die Sati-Zen-Weihe ist der formelle Eintritt in die Sati-Zen-Sangha. Die Sati-Zen-Praxis beginnt jedoch bereits mit der "Einführung", wird vertieft durch die verschiedenen Retreats und findet eine enorme Erweiterung im "Vertiefenden Training" durch die Ausweitung der Praxis in den verschiedenen, recht alltäglichen Funktionen des Tempellebens sowie einem grundlegenden Studium. Dies alles bedarf keines Eintritts in die Sati-Zen-Sangha und steht allen Interessierten offen, ungeachtet ihrer Herkunft, religiösen Zugehörigkeit, Rasse, Nation oder Geschlecht.

Der Wunsch zu einem formellen Eintritt kommt meist mit einiger Erfahrung und der Einsicht, hier eine insbesondere westliche Praxis- und Lehrform gefunden zu haben, die es zu unterstützen gilt und die auch für andere Menschen besonders hilfreich sein könnte. Meist engagieren sich ihre Mitglieder in den regionalen Sanghen oder schreiten weiter auf einem für sie individuell erarbeiteten Übungsweg. Die Sati-Zen-Weihe gibt uns die grundlegenden Bodhisattva-Gelübde, mit den 9 Pfeilern.

Individueller Übungsweg

Die weitere und nicht zwingende Vertiefung in der Sati-Zen-Praxis wird zwischen dem Lehrer und den Schülern erarbeitet. In der Sati-Zen-Gemeinschaft ist es uns somit selbst überlassen, mit welcher Intensität wir diesen Weg gehen. Wir vermeiden Gruppenzwang und Konkurrenzdenken und anerkennen unsere jeweiligen Fähigkeiten und äusseren Bedingungen.

Es gibt viele Wege des Bodhisattva und selbstverständlich muss nicht jeder in einer formellen Lehrtätigkeit münden. Anders herum hat jedoch die Lehrtätigkeit in der Sati-Zen-Sangha einen natürlichen Werdegang und wir werden immer "Lehrende", allein durch unser natürliches Wirken. Es stehen uns verschiedene Tore der Übung offen, die in einem Zusammenhang mit unseren Fähigkeiten wie auch mit unseren Blockaden stehen:

Mögliche upaya (hilfreiche Mittel)

Die Acht Tore müssen weder in einer Reihenfolge gesehen noch müssen alle Acht Tore gleich tief entwickelt werden. Einige der upaya sind für die Befreiung beinah unerlässlich, wie z.B. die formelle Meditation, bzw. die Fähigkeit, ein meditatives Bewusstsein hervorzubringen wie auch deren Umsetzung im alltäglichen Tun für unsere Umwelt durch Karma Yoga. Andere upaya sind hilfreich, doch längst nicht "zwingend".

Karma-Yoga

Dies ist der Beginn und das "Ende" des Weges: Der achtsame Umgang mit den Menschen und den Dingen inmitten der Welt. Ein bewährter Übungsweg in den Zenklöstern und im Vertiefenden Trainings sind die 3 upaya: 1. Shika: das Erlernen der verschiedenen organisatorischen aufgaben während der Retreats und des Tempellebens, 2. Sanno: Assistenz des Lehrers und 3. Tenzo: vom Hilfskoch zum Hauptkoch. Assistenz an den Retreats als Vorbereitung zu ersten Lehrtätigkeiten.

Formelle-Meditation

Wenn wir mit Hilfe der Sati-Zen-Praxis hier angekommen sind, haben wir ja bereits eine gewisse Erfahrung der Meditation gemacht und können dies hier vertiefen. Auch können wir sie mit verschiedenen Möglichkeiten aus der "Bewegung in Achtsamkeit" unterstützen.

Achtsamkeit in Bewegung

Manche haben für sich schon einen Weg entdeckt wie den des Yoga, des Tai-chi oder QiGong usw. Hier vertiefen wir dieses upaya, um auch andere darin begleiten zu können.

Studium

Meist entsteht ein natürliches Bedürfnis, auch inhaltlich mehr über die Lehre des Buddha zu erfahren und wir haben dazu vielfältige Möglichkeiten, so z.B. durch das Vertiefende Training usw.

Zeremonien

Die einfachste "Zeremonie" ist wohl der Umgang mit den Glocken, die uns während formellen Retreats begleiten. Darüber hinaus können wir die "Tägliche Rezitation der Novizen" erlernen, sowie die Rituale für die Festlichkeiten usw.

Noviziat

Eine weitere Vertiefung des Bodhisattva-Weges geht über das Noviziat hin bis zur Weihe zum Zen-Mönch/ zur Zen-Nonne.

Zen-Kunst

Der erste Schritt auf dem Weg der Zen-Künste beginnt mit dem Nähen des Rakusu (kleine, symbolische Robe, die auf der Brust getragen wird) und kann durch eine eine eigentliche Zen-Kunst erweitert werden wie: Blumenstecken, Tee-Weg usw.

Lehrtätigkeit

Die erste Lehrtätigkeit beginnt meist schon im Vertiefende Training und wird dann in der regionalen Meditationsgruppe angewendet. Die Lehrtätigkeit kann in eine Autorisation zum Junior-Teacher oder gar zum Dharmacharya münden, muss aber nicht.

 

Ich wandere herum,
Vertraue mich dem Schicksal an.
Manchmal Lachen, manchmal Tränen,
Weder Laie noch Mönch.
Frühlingsbeginn, ein leichter Nieselregen fällt ohne Ende.

Ryôkan

 

Die Tradition

Die Kernaussagen der Lehre (Dharma) selbst haben bleibende Gültigkeit. Die Integration der 2600-jährigen Lehre des Buddha und der westlichen sozialen und humanitären Errungenschaften unserer Zeit bringt uns neue Herausforderungen und Möglichkeiten. Dies betrifft 

  • Aspekte der Form (dem immer nur relativen Wert von Institutionen, Ritualen und Strukturen) 

  • Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehung (Gleichberechtigung der Geschlechter und die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung). 

Die Ausformung einer buddhistischen Schule ist von alters her der Versuch, in einem sich dauernd verändernden Lebensprozess die Fortdauer der Lehrvermittlung über Generationen hinweg in zeitgemässer Form zu gewährleisten. 

 

Die Sati-Zen-Sangha wurde am 26. Sept. 1999 im Haus Tao gegründet. Sie ist ein neuer Zweig am Baum der Traditionslinie des vietnamesischen Zen-Meisters Thich Nhât Hanh und damit der buddhistischen Rinzai-Zen-Tradition. Hier die Traditionslinie.

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