Jahreszeiten-Zyklus

 
Ein neuer, 4-teiliger Jahreszyklus:
 
  • 19. - 22. April                1. Teil:  Frühling: Werden. Mit  Ulrike Kraler
  • 21. - 24. Juni                 2. Teil:  Sommer: Freude. Mit Dagmar Jauernig
  •  6. -  9. September      3. Teil:  Herbst: Vergehen. Mit Klaus Kraler
  • 15. - 18. November     4. Teil:  Winter: Stille. Mit Dagmar Jauernig

Die Wochenenden bauen inhaltlich aufeinander auf und finden in einer kontinuierlichen Gruppe statt.
 

Inhalt des Jahreskurses

Frühling: Werden

„Frühlingserwachen“
Viele Menschen lieben das „Frühlingserwachen“ (Pali: bhava = werden). Aus buddhistischer Sicht stellt sich die Frage: Was genau will hier - aussen oder in uns - erwachen? Was bedeutet „Erwachen“ im Sinne Buddhas? Kennen wir den grundlegenden Unterschied zwischen der Freude am weltlichem und geistigem Werden, von dem der Buddha so oft sprach? Will ich wirklich erwachen? Was sind die Bedingungen fürs Erwachen?
Wir wollen die Kraft des Entstehens im Frühling nutzen, um uns fruchtbringend mit diesen und ähnlichen Fragen zu beschäftigen.

Sommer: Freude

„Sinnen-Freuden oder Freude als Faktor des Erwachens?“
Freude ist eine kraftvolle Unterstützung auf dem Dharma-Weg und im Leben ganz allgemein. Doch welche Rolle spielt Freude beim Freiwerden des Geistes im Sinn von Buddha? Welche Formen von Freude tragen dazu bei, dass sich der Herz-Geist in und durch uns manifestieren kann? Weshalb und wie praktizieren wir Mitfreude? Und wie gehen wir mit Sinnen-Freuden um?
Wir untersuchen verschiedene Facetten der Freude – und feiern den Sommer mit Leichtigkeit, Mitfreude und stillem Humor.

Herbst: Vergehen

„Alles, was entsteht, wird auch wieder vergehen. Alles, was zusammengekommen ist, fällt wieder auseinander“
Werden und Vergehen, Leben und Tod bedingen sich gegenseitig. In den „kleinen Toden des Alltags“ offenbart sich diese Weisheit eindrucksvoll: Wenn z. B. das Bild, das wir von uns haben, in Frage gestellt oder "angekratzt" wird, erleben wir dies schnell als Bedrohung und beginnen uns zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Genau in diesen Situationen haben wir die Chance, das zu erkennen, woran wir so sehr festhalten. Im Loslassen entsteht Weite, eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Was heisst das für die tägliche Praxis? Wie gehen wir mit den grossen Fragen von Leben und Tod konkret um? Wir untersuchen in diesen Tagen nicht das "Drama" des Vergehens, sondern das Lebensgesetz der Vergänglichkeit als Tor zur Befreiung.

Winter: Stille

„In der Stille liegt Fülle. Oder ist Stille nur Flucht?“
Im Winter sammelt sich die Natur in der Stille. Genauso kommt der menschliche Geist in Zeiten des Innehaltens zur Ruhe, scheinbar unbewegt, in lebendiger Kraft. Im gelassenen Verweilen erwachsen Einsicht und Vertrauen in den lebendigen Prozess von Entstehen, Sein und Verklingen.
Wir nutzen die Tage der stillen Praxis, um zu erforschen, was Stille als Erleuchtungsfaktor meint - und worin sie sich von einem passiven Geist oder von Weltflucht unterscheidet.

Struktur der Wochenenden

Die Tage sind in klösterlicher Retreatstruktur gestaltet und finden vorwiegend im Schweigen statt. Die Praxis (Sitz-, Geh- und Arbeitsmeditation) wird präzise angeleitet und in Vorträgen alltagsbezogen erläutert. Die Inhalte werden durch Frage-Antwort-Stunden vertieft.

Marcel Geisser Roshi bietet persönliche Praxisbegleitung durch Einzelgespräche an.

Teilnahmebedingungen

Der vorgängige Besuch einer "Einführung in Zen" ist Voraussetzung. Interesse am Erforschen des eigenen Geistes und Bereitschaft zu einer kontinuierlichen Praxis, d. h. Teilnahme an allen vier Wochenenden, sind ideale Voraussetzungen für den Jahreskurs. In Absprache mit der Kursleitung stehen an jedem Wochenende 1-2 Plätze für InteressentInnen zur Verfügung, die nur eines oder einzelne Wochenenden besuchen können.

Beginn:     jeweils Donnerstag, 19.00 h, mit einem leichten Nachtessen
Ende:        Sonntag, 14.00 h, nach dem Mittagessen
Kosten:    4 x Fr. 240.- (€ 210.-) für Unterkunft, Verpflegung und Organisation. Wir gehen davon aus, dass alle vier Teile besucht werden. Wenn im Voraus bekannt ist, dass an einem Wochenende nicht teilgenommen werden kann, gibt dies anderen die Möglichkeit für die Teilnahme an einem einzelnen Teil. Bitte nachfragen!

In den Kursgebühren nicht enthalten ist das Honorar für die Lehrenden (Dana).

Dana:  Entsprechend der buddhistischen Tradition fordern die Lehrenden kein festes Honorar. Dieses wird von den Kursteilnehmenden nach freiem Ermessen am Ende des Kurses gegeben. Es ist das Haupteinkommen der Lehrenden.